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Bodo Schäfer alle Produkte: Welches empfiehlst du wem?

Acht Produkte, eine Zielgruppe – so wird es meistens behandelt, und genau daran scheitern die meisten Empfehlungen. „Interessiert sich für Geld" ist keine Zielgruppe, sondern eine Kategorie. Innerhalb davon liegen Menschen mit völlig unterschiedlichen Fragen, und für jede gibt es ein anderes passendes Produkt.

Deshalb hier der Versuch einer Zuordnung, so konkret wie möglich.

Wer gerade anfängt, sich überhaupt mit dem Thema zu beschäftigen, und noch keine feste Vorstellung hat, ist bei Der Weg zur finanziellen Freiheit gut aufgehoben – das ist der Titel, der den Bogen am weitesten spannt. Für Leser, die von Ratgebern grundsätzlich abgeschreckt sind, oder für alles, was mit Kindern und Geld zu tun hat, ist Ein Hund namens Money der bessere Griff, weil es die Sache als Geschichte erzählt und sich dadurch auch weiterreichen lässt.

Eine ganz andere Gruppe sind die, bei denen es nicht am Wissen hakt, sondern am Anfangen. Wer seit zwei Jahren dieselben Vorsätze mit sich herumträgt, braucht kein Finanzbuch, sondern eines über den eigenen Widerstand – das ist ICH KANN DAS. Wieder anders gelagert sind Leser mit einer konkreten beruflichen Frage: Gehaltsverhandlung, Wechsel, Aufstieg. Für die ist Karriere mit System näher dran als jedes Vermögensthema.

Bei den Video-Coachings trennt sich die Zielgruppe noch klarer. Wahrer Wohlstand richtet sich an Leute, die tiefer einsteigen wollen und bereit sind, dafür zu zahlen – also an den kleineren, aber entschlosseneren Teil deiner Leser. Endlich sichtbar mit Selbstvermarktung ist dagegen ein Handwerksthema und passt zu allen, die selbst etwas anbieten und daran scheitern, dass niemand davon weiß: Selbstständige, Coaches, Freiberufler. Wer eher Veranstaltungen mag und Präsenz sucht, ist beim Live-Seminar Aufbruch richtig – das ist die einzige Option, bei der man das Haus verlässt, und für manche genau deshalb die interessanteste. Und für Leser, die es kompakt und regelhaft mögen, bleibt Die Gesetze der Gewinner.

Was ich an dieser Zuordnung wichtiger finde als jede einzelne Empfehlung: Sie zwingt dich, vor dem Verlinken kurz nachzudenken, wer da eigentlich liest. Das ist der ganze Unterschied zwischen einer Empfehlung und einer Produktliste – und Produktlisten funktionieren fast nie.

Ein praktischer Nebeneffekt: Wenn du acht Produkte hast und sie sauber verschiedenen Situationen zuordnest, kannst du denselben Anbieter über Monate immer wieder erwähnen, ohne dich zu wiederholen. Für Leute mit regelmäßigem Ausstoß ist das mehr wert als eine einmalig hohe Provision.

Wenn du gar nichts über deine Leser weißt, gibt es einen brauchbaren Notbehelf: Nimm den Titel, der am wenigsten Vorwissen verlangt. Das ist in aller Regel die erzählte Variante, weil sie niemanden ausschließt – weder den, der sich noch nie mit dem Thema befasst hat, noch den, der eigentlich schon weiter ist. Fachlich präzisere Titel treffen dafür schmaler.

Umgekehrt gibt es eine Situation, in der die Zuordnung überflüssig ist: wenn dein Beitrag ohnehin nur ein Thema behandelt. Dann ergibt sich das passende Produkt aus dem Text selbst, und du musst nicht überlegen. Genau deshalb sind eng gefasste Beiträge einfacher zu monetarisieren als breite Übersichten.

Die Grenze der Methode: Du weißt nie sicher, wer gerade liest. Die Zuordnung ist eine Wahrscheinlichkeitsaussage, keine Diagnose. Wer sie zu ernst nimmt, verzettelt sich in Zielgruppen-Feinarbeit, die bei kleinen Zahlen keinen messbaren Unterschied macht.

Zur Einordnung der Beträge: Bücher 5 € pro Bestellung, Seminar rund 19 € pro Anmeldung, Coachings bis zu 108,74 € pro Verkauf. Und weil es zur Zuordnung gehört: Die Bücher sind kostenfrei zu bekommen, weshalb sie fast immer der richtige erste Vorschlag sind, egal für welche Gruppe.

Wer die Links selbst braucht: Anmeldung kostenlos, keine Bewerbung, sofort freigeschaltet.

Nach welchem Kriterium wählt ihr aus, wenn ein Anbieter mehrere ähnliche Produkte hat – nach Zielgruppe oder schlicht nach Provision?