Was ich für die kundenfreien Monate aufgebaut habe — Tipp aus der Praxis
Zitat von Dein Coach am August 2, 2026, 6:45 a.m. UhrEin Thema, das im Coaching-Alltag jeder kennt und über das trotzdem selten geschrieben wird: die Monate ohne Klienten. Sommer, Weihnachtszeit, oder einfach eine Phase, in der drei Prozesse gleichzeitig auslaufen und nichts nachkommt.
Ich mache das seit sechs Jahren hauptberuflich und habe lange geglaubt, das Problem sei ein Marketingproblem. Also mehr Sichtbarkeit, mehr Erstgespräche, bessere Auslastung. Das stimmt teilweise, löst aber die Grundstruktur nicht: Mein Einkommen entsteht dadurch, dass ich Stunden gebe. Keine Stunden, kein Geld.
Der zweite Denkfehler war, dass ich diese Lücken für vermeidbar hielt. Sind sie nicht. Klienten kommen in Wellen, und man kann sich nicht dauerhaft auf hundert Prozent auslasten, ohne irgendwann auszubrennen. Sinnvoller ist es, mit den Lücken zu planen.
Was ich aufgebaut habe, ist deshalb kein zusätzliches Angebot, sondern etwas außerhalb: ein Depot mit Dividendenwerten, in das regelmäßig etwas fließt. Die Zahlungen daraus hängen nicht daran, ob ich diesen Monat Termine habe.
Ich sage gleich dazu, dass das die Lücken nicht schließt. Dafür sind die Beträge auf absehbare Zeit viel zu klein. Was sich verändert hat, ist etwas anderes: Ich habe aufgehört, aus finanzieller Sorge Klienten anzunehmen, bei denen ich merke, dass die Passung nicht stimmt. Das hat meine Arbeit verbessert und ist rückblickend der eigentliche Gewinn.
Zum Lernen habe ich die Dividenden Strategie Masterclass von Andreas Hollmotz genommen, der als Dividenden Backpacker bekannt ist. Ich hatte vorher ein paar Aktien gekauft, weil ich sie kannte, ohne irgendetwas zu prüfen. Das war keine Strategie, sondern Sammeln.
Der Stoff steckt in elf Kapiteln mit jenseits von 65 Einheiten und einer Gesamtlaufzeit über elf Stunden. Behandelt werden Auswahl, Bewertung und Zeitpunkte für Ein- und Ausstieg. Dazu gibt es Zugang zum Newsroom, über den weiteres Material bereitgestellt wird. Die Zahlung ist einmalig, kein Abo. Bisher sind nach Anbieterangaben mehr als 700 Teilnehmer dabei gewesen.
Was mich fachlich am meisten überzeugt hat, ist die Nüchternheit. Es gibt keine Erfolgsgeschichten, keine Versprechen und keinen Motivationsteil. Für jemanden aus unserer Branche ist das fast ungewohnt, weil wir es gewohnt sind, dass Angebote emotional aufgeladen werden. Hier geht es um Kennzahlen und um eine Reihenfolge.
Ein inhaltlicher Punkt, den ich gut übertragen konnte: Man legt vor dem Kauf fest, unter welchen Bedingungen man wieder aussteigt. Das ist im Grunde dasselbe wie ein sauberer Auftragsrahmen im Coaching. Wer vorher definiert, wann ein Prozess beendet ist, trifft am Ende bessere Entscheidungen als jemand, der das im laufenden Prozess klärt.
Was ich der Ehrlichkeit halber sagen muss: Es kann schiefgehen. Kurse fallen, teils deutlich und über längere Zeit. Eine Dividende ist keine Zusage, sondern eine jährliche Entscheidung, die auch mal negativ ausfällt. Und der Aufbau dauert viele Jahre. Wer nächstes Jahr eine Einkommenslücke schließen muss, braucht eine andere Lösung.
Damit das klar ist: Mein Link ist ein Partnerlink und bringt mir bei einem Kauf eine Provision. Wer die Kapitelübersicht sehen möchte, findet drüben die komplette Aufstellung. Der Kurs ist über den Namen auch ohne meinen Link auffindbar.
Was ich Kolleginnen und Kollegen mitgeben würde: Rechnet mit mindestens zwei schwachen Monaten pro Jahr und legt in den vollen Monaten entsprechend zurück. Ich habe das jahrelang nicht getan und im Sommer regelmäßig Panik geschoben, obwohl die Zahlen übers Jahr völlig in Ordnung waren.
Und ein zweiter Punkt: Trennt die Rücklage vom Anlagegeld. Ich hatte das anfangs in einem Topf und musste einmal Anteile verkaufen, als eine Steuernachzahlung kam. Seitdem sind das zwei getrennte Konten mit klar unterschiedlichen Zwecken.
Was ich fachlich noch dazusagen möchte: Wer als Coach mit Klienten über deren berufliche Neuausrichtung spricht, sollte selbst wissen, wie sich finanzielle Unsicherheit anfühlt und wie man ihr begegnet. Ich habe früher Ratschläge gegeben, die ich in meinem eigenen Leben nicht umgesetzt hatte, und das merkt man im Gespräch.
Wie handhabt ihr die ruhigen Phasen? Legt ihr gezielt zurück, oder gleicht sich das bei euch übers Jahr aus? Und arbeitet ihr in diesen Monaten an eigenen Projekten, oder nutzt ihr sie tatsächlich als Pause?
Ein Thema, das im Coaching-Alltag jeder kennt und über das trotzdem selten geschrieben wird: die Monate ohne Klienten. Sommer, Weihnachtszeit, oder einfach eine Phase, in der drei Prozesse gleichzeitig auslaufen und nichts nachkommt.
Ich mache das seit sechs Jahren hauptberuflich und habe lange geglaubt, das Problem sei ein Marketingproblem. Also mehr Sichtbarkeit, mehr Erstgespräche, bessere Auslastung. Das stimmt teilweise, löst aber die Grundstruktur nicht: Mein Einkommen entsteht dadurch, dass ich Stunden gebe. Keine Stunden, kein Geld.
Der zweite Denkfehler war, dass ich diese Lücken für vermeidbar hielt. Sind sie nicht. Klienten kommen in Wellen, und man kann sich nicht dauerhaft auf hundert Prozent auslasten, ohne irgendwann auszubrennen. Sinnvoller ist es, mit den Lücken zu planen.
Was ich aufgebaut habe, ist deshalb kein zusätzliches Angebot, sondern etwas außerhalb: ein Depot mit Dividendenwerten, in das regelmäßig etwas fließt. Die Zahlungen daraus hängen nicht daran, ob ich diesen Monat Termine habe.
Ich sage gleich dazu, dass das die Lücken nicht schließt. Dafür sind die Beträge auf absehbare Zeit viel zu klein. Was sich verändert hat, ist etwas anderes: Ich habe aufgehört, aus finanzieller Sorge Klienten anzunehmen, bei denen ich merke, dass die Passung nicht stimmt. Das hat meine Arbeit verbessert und ist rückblickend der eigentliche Gewinn.
Zum Lernen habe ich die Dividenden Strategie Masterclass von Andreas Hollmotz genommen, der als Dividenden Backpacker bekannt ist. Ich hatte vorher ein paar Aktien gekauft, weil ich sie kannte, ohne irgendetwas zu prüfen. Das war keine Strategie, sondern Sammeln.
Der Stoff steckt in elf Kapiteln mit jenseits von 65 Einheiten und einer Gesamtlaufzeit über elf Stunden. Behandelt werden Auswahl, Bewertung und Zeitpunkte für Ein- und Ausstieg. Dazu gibt es Zugang zum Newsroom, über den weiteres Material bereitgestellt wird. Die Zahlung ist einmalig, kein Abo. Bisher sind nach Anbieterangaben mehr als 700 Teilnehmer dabei gewesen.
Was mich fachlich am meisten überzeugt hat, ist die Nüchternheit. Es gibt keine Erfolgsgeschichten, keine Versprechen und keinen Motivationsteil. Für jemanden aus unserer Branche ist das fast ungewohnt, weil wir es gewohnt sind, dass Angebote emotional aufgeladen werden. Hier geht es um Kennzahlen und um eine Reihenfolge.
Ein inhaltlicher Punkt, den ich gut übertragen konnte: Man legt vor dem Kauf fest, unter welchen Bedingungen man wieder aussteigt. Das ist im Grunde dasselbe wie ein sauberer Auftragsrahmen im Coaching. Wer vorher definiert, wann ein Prozess beendet ist, trifft am Ende bessere Entscheidungen als jemand, der das im laufenden Prozess klärt.
Was ich der Ehrlichkeit halber sagen muss: Es kann schiefgehen. Kurse fallen, teils deutlich und über längere Zeit. Eine Dividende ist keine Zusage, sondern eine jährliche Entscheidung, die auch mal negativ ausfällt. Und der Aufbau dauert viele Jahre. Wer nächstes Jahr eine Einkommenslücke schließen muss, braucht eine andere Lösung.
Damit das klar ist: Mein Link ist ein Partnerlink und bringt mir bei einem Kauf eine Provision. Wer die Kapitelübersicht sehen möchte, findet drüben die komplette Aufstellung. Der Kurs ist über den Namen auch ohne meinen Link auffindbar.
Was ich Kolleginnen und Kollegen mitgeben würde: Rechnet mit mindestens zwei schwachen Monaten pro Jahr und legt in den vollen Monaten entsprechend zurück. Ich habe das jahrelang nicht getan und im Sommer regelmäßig Panik geschoben, obwohl die Zahlen übers Jahr völlig in Ordnung waren.
Und ein zweiter Punkt: Trennt die Rücklage vom Anlagegeld. Ich hatte das anfangs in einem Topf und musste einmal Anteile verkaufen, als eine Steuernachzahlung kam. Seitdem sind das zwei getrennte Konten mit klar unterschiedlichen Zwecken.
Was ich fachlich noch dazusagen möchte: Wer als Coach mit Klienten über deren berufliche Neuausrichtung spricht, sollte selbst wissen, wie sich finanzielle Unsicherheit anfühlt und wie man ihr begegnet. Ich habe früher Ratschläge gegeben, die ich in meinem eigenen Leben nicht umgesetzt hatte, und das merkt man im Gespräch.
Wie handhabt ihr die ruhigen Phasen? Legt ihr gezielt zurück, oder gleicht sich das bei euch übers Jahr aus? Und arbeitet ihr in diesen Monaten an eigenen Projekten, oder nutzt ihr sie tatsächlich als Pause?
